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Agenda
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Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem KV 626
für Chor, Solitsten und Orchester


Letizia Scherrer Sopran
Rilana Cadruvi Alt
Jozsef Mukk Tenor
Istvan Kovacs Bass
Orchester ad hoc
Clau Scherrer Direktion



Aufführungen

Domat / Ems 30.10.2005
Trun 01.11.2005


Die Idee

Jedes Jahr Anfang November treffen wir uns in der Kirche um derer zu gedenken, die nicht mehr unter uns weilen. Wir besuchen die Gräber von Verwandten, Freunden und Bekannten. Wir verweilen. Der Tod wird uns bewusst. Einzig die Erinnerungen verbinden uns mit den Verstorbenen. Wir, die Sängerinnen und Sänger des „Cantus Firmus Surselva“ verspüren in diesen Tagen den Wunsch eine musikalische Gedenkstunde zu veranstalten. Kein Tag ist so geeignet für eine Aufführung von Mozarts Requiem wie Allerheiligen. Einerseits wirft das Werk viele Fragen auf und beinhaltet auch sehr mystische Züge. Andererseits handelt es sich um tiefsinnige, wohltuende Musik. In dem Sinn sind wir davon überzeugt, dass dieses Werk wie geschaffen ist für unser „Memento mori“.


Das Werk

Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gilt als sein bedeutendstes kirchenmusikalisches Werk und zählt zu den schönsten oratorischen Kompositionen. Im Todesjahr Mozarts entstanden, konnte es von ihm nicht vollendet werden. Mozart hat den größten Teil des Chorsatzes selbst geschrieben und die Instrumentation zum kleinen Teil vollendet, zum Teil angedeutet. Constanze Mozart beauftragte nach seinem Tod die ehemaligen Schüler Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, das Requiem zu vollenden. Weitere Komponisten stellten sich im 20. Jahrhundert erneut dieser Aufgabe, so z.B. F. Beyer und R. Maunder.


Letizia Scherrer

Die in der Schweiz geborene Sopranistin Letizia Scherrer studierte zunächst am Konservatorium Feldkirch, dann in Zürich bei Jane Mengedocht. In Tel Aviv setzte sie ihre Ausbildung bei Tamar Rachum an der Samuel Rubinstein – Akademie fort und besuchte Meisterkurse bei Judith Bockmann und Hilde Zadek. Das Gesangsstudium schloss sie an der Musikhochschule in Basel bei Kurt Widmer mit dem Lehr- und dem Solistendiplom, beides mit Auszeichnung, ab. Der Kanton Graubünden verlieh ihr 1989 einen Förderpreis, drei Jahre später erhielt sie den Anerkennungspreis der Cuminanza Radio Rumantsch. In den Jahren 1994, 1995 und 1997 wurde sie mit dem Migros - Preis ausgezeichnet. 1998 ging sie als Preisträgerin aus dem XI. Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig hervor. Beim Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Modernen“ 2000 in Graz gewann sie den 1. Preis.

Eine rege Konzerttätigkeit führte die Sängerin u.a. durch die Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Israel und die USA. Im Rahmen der Salzburger Festspiele 1999 sang Letizia Scherrer und Jordi Savall Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, in der Carnegie Hall New York war sie unter Helmuth Rilling zu hören. Projekte der Saison 2000/2001 beinhalteten Konzerte in Lausanne und Genf (Brahms Requiem), Freiburg (Mendelssohn „Elias“), eine Konzerttournee mit Jordi Savall und abermals das Brahms Requiem sowie Mozarts c -moll-Messe in verschiedenen Konzerten in der Schweiz. Am Theater in Bregenz sang sie die Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“ (Regie: Tobias Moretti), war in verschiedenen Konzerten unter Helmuth Rilling beim Oregon Bach Festival 2001, mit Werken verschiedener zeitgenössischer Komponisten beim Internationalen Musikfestival Davos und mit dem Brahms- Requiem beim Festival Casals de Puerto Rico zu Gast. Es folgte „Elias“ unter Wolfgang Sawallisch in der Münchner Philharmonie und eine anschliessende Konzertreise nach Italien.

Projekte der Spielzeit 2001/2002 beinhalteten u.a. einen Liederabend im Rahmen des Europäischen Musikfestes Stuttgart, eine konzertante Aufführung von Mozarts „La clemenza di Tito“ unter Mario Venzago in Basel, Konzerte mit der Internationalen Bachakademie unter Helmuth Rilling in Stuttgart und Frankfurt, mit dem Bayerischen Rundfunkorchester unter Manfred Honeck in der Philharmonie in München (Braunfels’ „Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“), mit dem Münchner Rundfunkorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Helmuth Rilling in München, Stuttgart und Würzburg (Rihms „Deus Passus“), Liederabende in Basel und Zürich, Konzerte in der Schweiz (Mozarts c- moll- Messe, Bachs „Mathäuspassion“, Haydn „Die Schöpfung“, Mendelssohn “ Paulus“), Konzerte und Aufnahmen mit dem Radio-Symphonieorchester Stuttgart unter Helmuth Rilling mit Mendelssohn-Raritäten (Musik zu Racines „Athalie“, „Die erste Walpurgisnacht“) sowie erneut „Die Schöpfung“ unter Jörg Peter Weigle im Grossen Festspielhaus in Salzburg.

Mit dem RIAS- Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin war sie soeben mit einem Mozart/Haydn Programm in Nantes und Lissabon sowie im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin unter der Leitung von Marcus Creed zu hören. In Bamberg, Ingoldstadt und Fürth ist sie in konzertanten Aufführungen von Beethovens „Fidelio“ als Marzeline mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott zu erleben. Im Wiener Konzerthaus debütierte sie im Jahre 2000.

Weitere Projekte umfassen mehrere Produktionen mit dem Bayerischen Rundfunkorchester (u.a. ein Weihnachtskonzert mit Bobby McFerrin, Händels „Messias“ und Mozarts „Exultate, jubilate“), sowie Tourneen in Europa und den USA mit dem Collegium Vocale Gent und der Chapelle Royale unter Philippe Herreweghe („Elias“ und Beethovens „Missa solemnis“), Konzerte mit dem Ensemble Vocale de Lausanne unter Michel Corboz in Genf (Mozarts „Requiem“ und Haydns „Theresienmesse“), mit der Internationalen Bachakademie unter Helmuth Rilling in Stuttgart (c- moll- Messe), mit Hans- Christoph Rademann beim NDR Hamburg (Händels „Jephta“), mit den Ensembles Pole d’art vocal de Bourgogne und Concerto Köln unter Pière Cao in Vezelay (Mozarts- Requiem), mit dem RIAS- Kammerchor und Concerto Köln in Wiesbaden (Haydns „Die sieben letzten Worte“), mit dem Dresdner Kreuzchor in Dresden (Bachs h- moll- Messe) und mit Michel Corboz in der Schweiz und beim Gulbenklan Festival Lissabon (Mozart- Requiem).


Rilana Cadruvi

Rilana Cadruvi wurde am 09.03.1978 in Schluein, einem Dorf in der rätoromanischen Surselva, geboren. Zusammen mit zwei jüngeren Schwestern ist sie dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Im Alter von neun Jahren erhielt sie ihren ersten Gesangs- und Klavierunterricht bei Armin Caduff an der „Scola da musica Surselva“. Mit ihm trat sie bereits in jungen Jahren in der ganzen Schweiz und im Ausland auf, und konnte somit sehr früh solistische Erfahrungen sammeln.
Nach der obligatorischen Schulzeit besuchte Rilana Cadruvi das Lehrerseminar in Chur. Parallel zur Ausbildung als Primarlehrerin, die sie im Jahre 1999 abschloss, studierte sie in Zürich bei Frau Hellen Keller, sowie in Bern bei Frau Maria Riccarda Schmid- Wesseling. Sie arbeitet oft mit der Sopranisten Letizia Scherrer zusammen. Kurse bei Hans Peter Blochwitz in Bern.

Im Oktober 2000 begann sie ihr Studium bei Prof. Kurt Widmer an der Musik- Akademie Basel. Im Frühjahr 2004 hat sie das Lehrdiplom absolviert und somit auch Basel verlassen. Seit Oktober 2004 setzt sie ihr Studium in Bern fort. Sie studiert in der Konzertklasse von Elisabeth Glauser. Im April 2002 erhielt Rilana Cadruvi einen Studienpreis der Friedl Wald- Stiftung Basel und im Sommer 2003 den Prix Jeunesse des Eliette von Karajan Fonds in Graubünden.
Ihr Repertoire besteht vorwiegend aus Oratorien, Messen und Liedern. Im Jahre 2004 spielte sie auch bei einer Opernproduktion mit. Sie sang die Hauptrolle in der modernen Tinguely-Oper von Mathias Heep im Tinguely- Museum Basel.
Sie hat bereits eine rege Konzerttätigkeit vorzuweisen. Die Auftritte als Solistin finden hauptsächlich in der Schweiz, in Österreich, Italien und Deutschland statt. Sie wirkte unter anderem zwei Mal beim Festival „Toujours Mozart“ in Wien und Salzburg mit, wie auch beim ersten Festival Menhir in Falera. Zusammenarbeit mit dem Barockorchester Capriccio Basel, dem „Collegium Musicum“ Luzern, mit dem Collegium Musicum St. Gallen, mit dem Bündner Kammerorchester, mit der Rumänischen Staatsphilharmonie Oradea u.a. Verschiedene Rundfunk- und CD- Aufnahmen bezeugen ihre sängerische Tätigkeit.